uptime · 1416 days · 41 posts published · last deploy 1 hour, 42 minutes ago build:passing rss
~ / home-automation / home-assistant-installieren-ha-os-container-core.md
Home Automation · 16. Juni 2026 · ~6min · f2cdeb2

Home Assistant installieren: HA OS, Container oder Core?

Die vier Installationsvarianten ehrlich verglichen – und welche zu deinem Setup passt

>
devmaker.net
author · f2cdeb2 · 2026-06-16
Wer mit Home Assistant startet, scheitert oft schon an der ersten Frage: HA OS, Supervised, Container oder Core? Die Doku wirft vier Varianten in den Raum, ohne klar zu sagen, welche für wen taugt – und die falsche Wahl kostet später Nerven (fehlende Add-ons, Update-Chaos, kein Supervisor). Dieser Artikel vergleicht die vier Varianten ehrlich, gibt dir einen klaren Entscheidungsbaum und zeigt den Schnellstart für die zwei sinnvollsten Wege – HA OS auf einem Raspberry Pi und HA als Docker-Container. Basierend auf meinem eigenen Setup, in dem Home Assistant als HA OS in einer KVM-VM läuft. Du brauchst keine Vorkenntnisse, am Ende weißt du genau, welche Variante du installierst und warum.
Teil eines Guides

Dieser Artikel ist Teil des Home Assistant Guides – dem kuratierten Lernpfad für dein Smarthome.

Home Assistant ist die Schaltzentrale für ein lokales, datenschutzfreundliches Smarthome – aber der Einstieg beginnt mit einer Entscheidung, die viele Anfänger überrumpelt: In welcher Form installiere ich es überhaupt? Es gibt vier offizielle Varianten, und die Wahl bestimmt, ob du später den bequemen Add-on-Store hast oder dich mit jedem Zusatzdienst einzeln herumschlägst.

Die vier Varianten – kurz erklärt

  • Home Assistant OS (HA OS): Ein komplettes, schlankes Betriebssystem, das nur Home Assistant macht. Inklusive Supervisor und Add-on-Store (Mosquitto, Zigbee2MQTT, Node-RED & Co. per Klick). Updates laufen sauber über die Oberfläche. Die empfohlene Variante.
  • Supervised: Wie HA OS, aber auf einem eigenen Debian-System. Du bekommst Add-ons, trägst aber selbst Verantwortung fürs Host-OS – und nur eine sehr enge Konfiguration gilt als unterstützt. Nische für Leute, die genau wissen, was sie tun.
  • Container: Home Assistant als einzelner Docker-Container. Schlank und sauber im Homelab – aber kein Supervisor, kein Add-on-Store. Dienste wie MQTT oder Zigbee2MQTT betreibst du selbst als eigene Container.
  • Core: Home Assistant direkt in einer Python-Umgebung (venv). Maximale Kontrolle, maximaler Pflegeaufwand. Praktisch nur für Entwickler relevant.

Welche Variante für wen?

Kurzempfehlung

Einsteiger & die meisten Nutzer: Home Assistant OS – auf einem Raspberry Pi oder in einer VM. Homelab mit bestehendem Docker-Stack: Container, wenn du Add-ons ohnehin selbst als Container fährst. Supervised/Core: nur mit klarem Grund.

Die ehrliche Faustregel: Wenn du nicht sicher bist, nimm HA OS. Der Add-on-Store nimmt dir am Anfang enorm viel Friemelei ab – MQTT-Broker, Zigbee-Bridge, Backups, allesamt ein Klick. Die Container-Variante ist verlockend sauber, kostet dich aber genau diesen Komfort: Jeder Zusatzdienst wird ein eigener Container, den du selbst verdrahtest.

Mein Setup: HA OS in einer KVM-VM

Ich fahre Home Assistant als HA OS in einer KVM/QEMU-VM auf meinem Debian-Homelab-Server. So habe ich den vollen Add-on-Komfort von HA OS, aber laufe nicht auf dedizierter Hardware, sondern teile mir den Server mit anderen VMs. Wie das konkret aufgesetzt wird, steht im Detail hier: Home Assistant OS in KVM/QEMU.

Für den klassischen Einstieg ist aber ein Raspberry Pi der einfachste Weg – günstig, sparsam, und HA OS ist dafür gemacht.

Wichtig am Pi: Setz nicht auf eine MicroSD-Karte, die unter dem ständigen Datenbank-Schreiben von Home Assistant früh stirbt. Ein Pi 5 mit NVMe-Kit ist der langlebige Unterbau – das nutze ich auch im Homelab:

Schnellstart: HA OS auf dem Raspberry Pi

Der einfachste Weg geht über den Raspberry Pi Imager:

  1. Imager installieren und starten.
  2. Unter Choose OS → Other specific-purpose OS → Home Assistant and home automation → Home Assistant OS das Image für deinen Pi wählen.
  3. Auf NVMe-SSD (oder zur Not SD-Karte) schreiben, ins Gerät stecken, Netzwerk per Kabel anschließen, einschalten.
  4. Nach ein paar Minuten ist die Oberfläche erreichbar:
http://homeassistant.local:8123

Falls homeassistant.local nicht auflöst (mDNS-Probleme im Netz), nimm die IP-Adresse des Pi aus deinem Router. Den Rest – Benutzer anlegen, Standort, erste Geräte – führt dich der Onboarding-Assistent durch.

Schnellstart: HA als Docker-Container

Läuft bei dir schon ein Docker-Host, reicht eine kleine compose.yaml:

services:
  homeassistant:
    image: ghcr.io/home-assistant/home-assistant:stable
    container_name: homeassistant
    volumes:
      - ./config:/config
      - /etc/localtime:/etc/localtime:ro
    restart: unless-stopped
    network_mode: host

network_mode: host ist hier kein Schönheitsfehler, sondern nötig, damit Home Assistant Geräte im lokalen Netz per Auto-Discovery findet. Denk daran: In dieser Variante gibt es keinen Add-on-Store – einen MQTT-Broker oder Zigbee2MQTT startest du als eigene Container daneben.

Was ich weggelassen habe

  • Supervised auf eigenem Debian: klingt nach dem Besten aus beiden Welten, ist aber wartungsintensiv und nur in einer engen Konfiguration offiziell unterstützt. Für Einsteiger der falsche Weg.
  • Core im venv: übersprungen – zu viel manuelle Pflege für zu wenig Mehrwert außerhalb von Entwicklung.
  • HAOS in Proxmox/LXC: beliebt, aber LXC ist offiziell nicht unterstützt; ich bevorzuge die saubere VM.

Fazit & Ausblick

Für fast alle ist Home Assistant OS die richtige Wahl – auf einem Raspberry Pi am einfachsten, in einer VM am flexibelsten. Die Container-Variante ist die saubere Homelab-Option, wenn du den Add-on-Komfort nicht brauchst. Steht die Installation, geht es ans eigentliche Verständnis: Was sind Entities, Devices und Integrationen – und wie hängt das zusammen? Genau das nehme ich mir im nächsten Einsteiger-Artikel vor.

// responses (0)
> echo "your thoughts" >> home-assistant-installieren-ha-os-container-core.responses

Schreibe einen Kommentar

Wird für die Bestätigung benötigt