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Home Automation · 16. Juni 2026 · ~4min · c12e5af

Deine erste Home-Assistant-Automation: Trigger, Bedingung, Aktion

Automationen verstehen und im UI-Editor bauen – mit einem echten Beispiel

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devmaker.net
author · c12e5af · 2026-06-16
Automationen sind der eigentliche Grund, warum man Home Assistant betreibt – und genau hier steigen viele Einsteiger aus, weil die ersten Versuche kryptisch wirken. Dabei folgt jede Automation demselben einfachen Muster: Auslöser, Bedingung, Aktion. Dieser Artikel erklärt diese drei Teile, zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deine erste Automation im UI-Editor baust, und gibt dir ein vollständiges, nachvollziehbares Beispiel inklusive YAML. Du brauchst nur ein laufendes Home Assistant mit ein paar Entities; am Ende hast du eine funktionierende Automation und verstehst, wie du beliebige weitere baust.
Teil eines Guides

Dieser Artikel ist Teil des Home Assistant Guides – dem kuratierten Lernpfad für dein Smarthome.

Wenn die Grundbegriffe sitzen – Entities, States, Domains – ist die erste Automation kein Hexenwerk. Jede Automation in Home Assistant besteht aus genau drei Teilen, und sobald du die verstehst, baust du jede beliebige selbst.

Die drei Teile jeder Automation

  • Auslöser (Trigger): Was startet die Automation? Eine Änderung eines Entity-States, eine Uhrzeit, ein Knopfdruck.
  • Bedingung (Condition): Optional – muss zusätzlich erfüllt sein, damit es weitergeht (z. B. „nur nach Sonnenuntergang“).
  • Aktion (Action): Was passieren soll – ein Service-Aufruf wie light.turn_on.
Merke

Der Auslöser feuert, die Bedingung filtert, die Aktion handelt. Bedingungen sind optional – viele einfache Automationen kommen ohne aus.

Im UI-Editor: Schritt für Schritt

  1. Gehe zu Einstellungen → Automationen & Szenen → Automation erstellen.
  2. Wähle Neue Automation (leer starten).
  3. Unter Auslöser einen Trigger hinzufügen, z. B. Typ „Entität → Zustand“.
  4. Optional eine Bedingung ergänzen.
  5. Unter Aktionen einen Service wählen (z. B. „Licht einschalten“) und das Ziel-Entity setzen.
  6. Speichern, benennen – fertig.

Der Editor schreibt im Hintergrund YAML. Den Klartext siehst du jederzeit über das Drei-Punkte-Menü → „In YAML bearbeiten“ – und genau das hilft beim Verstehen.

Beispiel: Licht bei Bewegung nach Sonnenuntergang

Ein klassischer Einstieg: Bewegung im Flur schaltet das Licht ein – aber nur, wenn es draußen dunkel ist. Als YAML sieht das so aus:

alias: Licht bei Bewegung nach Sonnenuntergang
trigger:
  - platform: state
    entity_id: binary_sensor.flur_bewegung
    to: "on"
condition:
  - condition: sun
    after: sunset
action:
  - service: light.turn_on
    target:
      entity_id: light.flur
mode: single

Zeile für Zeile: Der Trigger feuert, wenn der Bewegungsmelder auf on wechselt. Die Bedingung lässt nur durch, wenn die Sonne untergegangen ist. Die Aktion ruft light.turn_on für die Flur-Lampe auf. mode: single heißt: läuft die Automation schon, wird ein erneuter Trigger ignoriert, bis sie fertig ist.

Damit überhaupt etwas auslöst, brauchst du Sensoren. Ein günstiger ESP32 mit ESPHome liefert dir Bewegung, Temperatur oder Kontakte als Trigger-Entities – ideal zum Experimentieren:

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Ein Schritt weiter

Sobald das Grundmuster sitzt, werden Automationen schnell nützlich. Ein realistischeres Beispiel mit Schwellwert und Hysterese (Lüfter an/aus je nach Feinstaub) habe ich hier ausführlich beschrieben: Lüftung automatisch nach PM2.5.

Was ich weggelassen habe

  • Modi (restart, queued, parallel) – wichtig bei häufig feuernden Triggern, aber für den Start ist single richtig.
  • Templates & Skripte – für dynamische Werte und wiederverwendbare Abläufe; ein Thema für später.

Fazit & Ausblick

Auslöser, Bedingung, Aktion – mehr ist eine Automation im Kern nicht. Mit dem UI-Editor baust du sie zusammen, mit dem Blick ins YAML verstehst du sie wirklich. Bisher kamen die Sensoren „aus der Steckdose“; im nächsten Artikel bauen wir selbst einen: erster Sensor am ESP32 mit ESPHome.

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